Über mich

Auf dieser Seite finden Sie meine persönliche Geschichte. Warum mache ich meinen Beruf? Und warum mache ich ihn auf diese spezielle Art und Weise?

Alternativ finden Sie hier mehr über meine medizinische Qualifikation!

Viel Spaß beim Lesen!

Warum arbeite ich wie ich arbeite? Aus welchen Gründen habe ich mich entschieden, trotz meines schulmedizinischen Hintergrundes bald auch als Heilpraktiker und seit einiger Zeit als Coach zu arbeiten? Woher kommt mein Fokus darauf Gesundheitserhaltung, Leistungssteigerung und mehr Leben in Leben zu integrieren? Und wieso finde ich den persönlichen Aspekt hinter meiner Arbeit so essenziell?

Alle diese Fragen finde ich wichtig, daher möchte ich sie in den folgenden Zeilen kurz beantworten…

Ich spürte keinen Schmerz, aber mein Bein war in einem seltsamen Winkel verdreht. Ich wurde sofort ins Krankenhaus gebracht und operiert. Reibungslos verlief meine Behandlung leider nicht.

Ich konnte mein Bein von der Hüfte abwärts auch 3 Wochen später noch nicht bewegen und die Ärzte hatten keine Begründung dafür. Nach drei Monaten wurde die Fixierung des Beinbruchs gelöst, damit es zur Kontrolle der Heilung geröntgt werden konnte.

Beim Ausrichten des Beins krachte es. Hörbar. Und ein höllischer Schmerz erschlug mich förmlich. Ich wusste es sofort, mein Bein war einfach wieder auseinander gebrochen.

Wie ich selbst zum Patient im konventionellen System wurde

Statt einem perfekten Sommer landete ich also in dieser Horrorsituation. Aber was war eigentlich passiert?

Erst stand die Schulabschlussfahrt nach Amsterdam an und dann wollte ich mit Freunden direkt weiter in die Ferienwohnung in Langeoog. Am 18.07.1997, nach einem Abend voller Ideen und Vorfreude, war ich mit meiner besten Freundin mit dem Roller auf dem Heimweg. An der ersten Ampel quatschten wir noch immer begeistert über die kommenden Ereignisse.

Es wurde grün. Wir fuhren los und -KRACH-, der entgegenkommende Autofahrer musste uns bei seinem Versuch abzubiegen übersehen haben. Er erwischte den Roller. Ich segelte durch die Luft und landete direkt auf der Gehsteigkante. Damit begann meine Reise ins medizinische System.

Standardlösungen für alle? Wenig hilfreich…

Es blieb nicht bei den oben beschriebenen Anfangsproblemen. Immer wieder Infektionen. Nervenschmerzen, selbst wenn die Haut des Beines nur von Stoff berührt wurde. Von Schmerzen beim Gehen ganz zu schweigen.

Dazu kam noch, dass es auch ohne Schmerzen schwierig gewesen wäre zu laufen. Das Bein blieb geschwollen, gefühlt wie das Bein eines Elefanten. Die Aussage von einem der Ärzte, zu dem ich überwiesen wurde, verschlug mir damals wie heute die Sprache:

„Das kann vorkommen, da müssen Sie jetzt halt mit leben.“ Bitte was? Klar, das ist genau das, was man als 17 jährige hören möchte.

Teenie auf Krücken… na toll!

Es dauerte bis  zum April des Folgejahres, bis ich zumindest wieder ohne Krücken laufen konnte.

Die Hiobsbotschaft kam dann ungefähr ein Jahr später von einem Gutachter: fehlerhafte Knochenbildung, dauerhafte Bewegungseinschränkungen und ständige Schmerzen. Seine Erklärung, was das für mich zur Folge hätte klang auch nicht aufbauend: lieber kein Sport mehr wie bisher, kein Job im Stehen oder Sitzen und 20% Invalidität.

Und das im Alter von gerade einmal 17 Jahren.

Aufgeben ist keine Option

Zunächst verfiel ich ins Jammern “Wieso passiert das gerade mir?”. Meinen Unmut ließ ich meine Umwelt auch deutlich spüren. Aber okay, wenn es einem wirklich schlecht geht, dann darf man auch sagen “Das ist doch Scheiße”. Aber glücklicherweise lag und liegt es nicht in meiner Natur, einfach aufzugeben. Auch meine Eltern und einige Therapeuten bestärkten mich in dem Gedanken, dass das letzte Wort in dieser Sache noch lange nicht gesprochen war.

In der Folge probierte ich daher so ziemlich alles aus. Von damals ultramodernen Behandlungsmethoden mit Ultraschall und pulsierenden Magnetfeldern bis hin zu uralten Ritualen beim Schamanen.

Und ein paar der zig Lösungen, die ich während dieses Weges probiert hatte, und die meine Patienten bei der Zusammenarbeit ebenfalls kennenlernen, funktionierten. Laufen, stehen sitzen und sogar Sport, alles ist wieder möglich. Was so einfach klingt, war natürlich alles andere als leicht. Ganz einfach gesagt: Das Dranbleiben, die Hartnäckigkeit und Offenheit für Wege abseits des Standardvorgehens war letztlich der Schlüssel zum Erfolg.

Mein eigener Start in die Medizin

Aus den intensiven Erfahrungen mit der medizinischen Versorgung, deren Bandbreite von katastrophal bis wunderbar reichte, entstand in mir der Wunsch, selbst Medizin zu praktizieren.

So studierte ich zunächst Zahnmedizin, machte zig Weiterbildungen und eröffnete nach vielen Jahren meine eigene Zahnarztpraxis. Nach den normalen anfänglichen Hürden war das Feedback zu meiner Arbeit dann auch fantastisch. Meine Patienten und Kollegen waren meinem Team und mir treu und schätzten sowohl meine Meinung als auch meine Behandlungen.

Leistungssportler ließen sich bei mir behandeln und Patienten kamen auch schon mal aus Russland oder den Emiraten. Ich fühlte mich bedeutsam und wichtig und hatte das Gefühl, etwas bewirken zu können.

Erfüllende Arbeit – leider mit Schattenseiten

Diese angenehmen Seiten meines Berufes hatten leider den Nachteil, dass mein Blick auf ein paar unangenehme Begleiterscheinungen arg getrübt war.

Nach 14 Stunden-Arbeitstagen noch die in der Praxis verbrachten Nächte, weil es nach dem dritten Weckruf nicht mehr lohnte wieder nach Hause zu fahren. Zu lange von mir vernachlässigte Freunde, die irgendwann zu Recht von mir genervt waren. Dass mein Partner nicht so wirklich zu mir passte, übersah ich im Eifer des Gefechtes ebenfalls.

Kein Wunder, ich war ja nicht gerade eine Traumpartnerin, sondern nie da und wenn es mal gemeinsame Zeit gab, dann hatte ich natürlich weder Zeit noch den Nerv für ein klärendes Gespräch. Einfach gesagt: Ich lebte in purem und eigentlich hochgradig überforderndem Stress und war mir dessen noch nicht mal bewusst.

Ein deutliches Feedback von meinem Körper

Eines Tages stand ich im OP, sah nach unten und plötzlich kippte in meinem Sichtfeld der Patient unter mir weg.

Ich trat einen Schritt zurück und blinzelte. Ich stand noch und der Patient lag friedlich schlummernd auf dem OP-Tisch. Ich trat wieder an den Tisch, blickte nach unten…das Sichtfeld wurde wieder unscharf und glitt erneut weg.

Nach meiner sofortigen Anweisung, die restlichen Patienten abzubestellen, schloss ich immer wieder die Augen und operierte mehr nach Gefühl zu Ende. Alle waren irritiert. Abbestellen war noch nie passiert. “Mir ist komisch und ich will die Patienten nicht gefährden. Eine Nacht drüber schlafen und morgen bin ich in alter Frische wieder da.”

Diagnose: Herzmuskelentzündung

Nur für eine Krankmeldung ging ich zu meinen Hausarzt und Freund Jörg. Die Untersuchung zog sich jedoch unerwartet hin und am Ende bat er mich zu warten, bis er fertig wäre. Er würde mich heimfahren, warum auch immer, waren ja gerade mal lächerliche 500 Meter von seiner Praxis zu meiner Wohnung.

Seine Diagnose erwischte mich eiskalt: Myokarditis, also eine Herzmuskelentzündung. Seinen Therapievorschlag empfand ich als heftig bis total übertrieben: 14 Tage Bettruhe und hoch dosiert Antibiose. Hallo? Ich bin Ärztin, seit wann gelten für mich die gleichen medizinischen Regeln wie für andere Menschen?

Okay, das war scheinbar ein Irrtum. Auf meine Frage nach der Ursache  hob er nur die Augenbraue. „Fragst du dich das wirklich, liebe Eva? So wie du mit dir umgehst?“

Okay, dann höre ich halt mal auf die innere Stimme

Diese sagte mir sehr deutlich, dass ich etwas ändern musste. Doch trotz 14 Tagen voller Nachdenken fand ich keine Antwort und hatte keine Idee, was konkret ich denn ändern könnte.

Ich probierte die Arbeit in der Klinik auf 50 % zu reduzieren und arbeite nebenher 50 % selbstständig. Das funktionierte zwar, aber wirklich ruhiger wurde es dadurch nicht. Ich arbeitete in einem anderen Land, probierte verschiedene Arten der Betriebsführung und lass unzählige Bücher.

Der erhoffte Erfolg in puncto Stressmanagement blieb leider weitgehend aus, musste ich feststellen: denn es war mal wieder 2 Uhr morgens und ich gerade erst aus der Praxis gekommen.
Und plötzlich schien meine inner Stimme mich geradezu anzuschreien: “Hilf dir selbst, sonst hilfst du bald niemand mehr” Das hatte mein Freund Rainer damals gesagt. Das wars.

Erkenntnis, wie essentiell eine gute Basis ist

Mein Fokus war so sehr darauf ausgerichtet anderen Nutzen bringen zu wollen und meine Idee von guter Medizin in die Welt zu tragen, dass ich etwas Wichtiges vergessen: mich.

Dabei ist es doch völlig logisch: Ohne auf mich selbst zu schauen, werde ich langfristig nur sehr schwer anderen Nutzen bieten können. Die Erkenntnis kam plötzlich und sehr klar: Gesundheit und Wohlbefinden zu erhalten ist nicht ein optionales Ziel, es ist die Voraussetzung für alles andere.

Das muss da sein, damit ich eine gute Partnerin, eine gute Mutter, eine gute Chefin und eine gute Freundin sein kann.

Wieder eine gesunde Basis zu schaffen brachte schon einen Energieschub.

Ich entgiftete also mein System, experimentierte mit verschiedenen Sportansätzen und Ernährungsweisen. Ich ließ mir Infusionscocktails geben. Ich wertete für mich die erzielten Veränderungen aus um konkret etwas aus meiner Situation und jedem Lösungsversuch zu lernen.

Diese Veränderungen brachten auch tatsächlich mehr Energie, Produktivität und mentale Klarheit. Und gleichzeitig mehr Leben in mein Leben.

Ich wurde nicht nur im Beruf effektiver und arbeite mit noch mehr Spaß, auch eine neue Liebe und sogar ein Kind waren jetzt möglich. Mein Körper, mein Geist und meine Seele schienen wieder im Einklang zu sein.

Meine Arbeit heute

Ich arbeite mit Leuten, die Großes vorhaben. Denn die Welt braucht Menschen, die Verantwortung übernehmen und etwas bewegen, ohne dass sie dabei selbst auf der Strecke bleiben!

Die Verbindung von Schulmedizin, modernen Wissenschaftsansätzen und alternativen Herangehensweisen bietet hierzu mehr als nur eine Möglichkeit zur Veränderung. Man muss nur für den einen Menschen die individuell wirksame Kombination finden. Die Zusammenarbeit mit mir persönlich ist deshalb sehr individuell. Die Reise darf Spaß machen, aber sich auch mal unbehaglich anfühlen, wenn es dem Wachstum diehnt. Und es geht nicht darum mit Härte gegen sich selbst, alles bis ins Detail durchzudrücken, sondern darum, dass Sie Ihren Weg bestimmen gut mit sich umzugehen. Ich bin da und werde Sie beharrlich in die von Ihnen gewählte Richtung weisen. Unterstützung, wertschätzende Begleitung auf Augenhöhe inklusive der unbequemen ehrlichen und direkten Worte in-the-face, die es manchmal braucht um den nächsten Schritt zu tun, dafür bin ich da. Nicht aber dafür Sie in den Hintern zu treten und Sie in die Aktion zu zwingen oder Sie zur Rechenschaft zu ziehen. Wenn Sie nicht engagiert genug sind, um wirklich zu handeln, Sie nur weiter reden und jammern wollen und wünschen wie es sein könnte, tun Sie es. Dafür brauchen Sie mich nicht.

Ziel ist es, einen Zustand zu schaffen, in dem Ihr Körper und Geist optimal zusammenarbeiten. Erst dann erreichen wir ein Niveau, das so hoch ist, wie man es sich als ambitionierter Mensch wünscht. Und man braucht es auch, denn nur so können Sie auch sonst die Dinge Realität werden lassen, die Ihnen wichtig sind.

Warum mache ich meinen Beruf?

Ich wünsche mir eine andere Sicht auf Krankheit! Aktuell wird diese stark von Gesundheitssystem und -industrie beeinflusst: Wenn jemand krank ist und ein Symptom verspürt, dann nimmt er heutzutage meist ein Medikament oder er läßt das Symptom ärztlich bis zum weitgehenden Verschwinden behandeln. Falls das nicht hilft, akzeptiert er zur Not sogar, mit diesem Problem leben zu müssen.

Ich glaube, diese Sicht ist ziemlich unzutreffend – und wenig hilfreich. Die eigentliche Lösung steckt schon im Wort Symptom selbst: Übersetzt bedeutet es nämlich Hinweis.

Das Symptom ist also der Hinweis, dass etwas nicht stimmig ist. Und wenn wir  den Hinweis richtig interpretieren und den Hinweisen bis zur Ursache folgen, löst sich nicht nur das gesundheitliche Problem, sondern man gewinnt immer auch Erkenntnisse über sich. Genau das ist nach meinem Gefühl der Sinn von Beschwerden: Uns mitzuteilen, wenn wir etwas ändern sollten und dass wir uns mal wieder etwas weiterentwickeln dürfen.

Krankheit als Geschenk?

Dann wird das Symptom, das anfänglich nur zu einem Leidensdruck geführt hat, plötzlich sogar zu einer Art Geschenk. Denn jetzt plagt man sich nicht mehr mit deinem Leiden herum, sondern optimiert sich automatisch Stück für Stück und wächst so über sich hinaus.

Dadurch können wir etwas bewegen, unsere Fähigkeiten erweitern und gleichzeitig das Leben voll auskosten.

Das ist doch besser, als sich ständig nur mit Symptomen, Krankheiten und Weh-wechen rumzuärgern, oder?

Und wozu das alles?

Wir leben in einer Zeit des Umbruchs. Weltweite Finanzkrisen, Energie- und Ressourcenkonflikte, unachtsamer Umgang mit unserer Umwelt und Spannungen im sozialen Miteinander. Es gibt viel zu tun.

Mit einem neuen Bewusstsein dürfen wir diese Themen angehen. Aber solange man noch mit Leidensdruck aus dem Gesundheitsbereich, mit der Sicherung der eigenen Lebensfähigkeit beschäftigt ist, braucht man alle Energie für sich selbst. Dann hat man keine Kapazität frei sein Umfeld heilvoll zu gestalten. Keine Kapazität Ideen hervorzubringen, die einen Wandel herbei führen. Keine Kapazität sein volles Potential dafür einzusetzen die Welt positiv zu beeinflussen.

Ich wünsche mir eine Welt, in der die Menschen sich gemeinsam, selbstverantwortlich und schöpferisch mit Lust, Zeit und Energie engagieren, um die Welt jeden Tag ein Stück besser zu machen. Der Mensch heilt sich und die Erde. Und damit sind wir bei einer wichtigen Frage: Was habe ich überhaupt davon?

Ich bin dabei in meinem Tun nicht uneigennützig. Denn in genau dieser Welt möchte ich leben und meine Tochter aufwachsen sehen. Nein, nicht einfach nur leben. Sondern mein Leben in vollen Zügen genießen.

Sind Sie dabei?

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